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Schwarze Juden, weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile

12.11.2026 19:30 - 21:00 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung Menschen & Orte im Altonaer Museum
  • Gespräch
  • für Erwachsene
  • Dauer: 1 Stunde 30 Minuten
  • Kosten: 12 €
Plakat mit einem Mann mit Dreadlocks, der in die Kamera blickt. Oben steht in großer Schrift: „SCHWARZE JUDEN, WEISSE JUDEN?“ und darunter in kleinerer Schrift: „Über Hautfarben und Vorurteile…“.

Das Jüdische Museum in Wien zeigte von Oktober 2025 bis April 2026 eine Ausstellung mit dem Titel “Schwarze Juden, weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile“. Eine Interview-Teilnehmerin und ein Interview-Teilnehmer aus der Ausstellung werden nach Hamburg kommen und im Gespräch mit Sascha Chaimowicz über Stereotypisierungen und Ausgrenzungen sprechen, die Jews of Color weltweit erfahren – insbesondere in Europa, den USA und Israel. Das Gespräch wird auf Deutsch und Englisch stattfinden.

mit Sheri Avraham, Philip Egbune und Sascha Chaimowicz


 

Kooperation mit dem Jüdischen Salon am Grindel e.V.

 

Ein schwarzer Mann in einem Superman-Kostüm steht vor einem schlichten Hintergrund. Der deutsche Text über ihm lautet: „Schwarze Juden, weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile.“ Die Logos von Wallstein und dem Jüdischen Museum Wien sind zu sehen.

 

Jüdische Identität im Spannungsverhältnis zwischen Eigendefinitionen, Antisemitismus und Rassismus.

Welche Hautfarben haben Jüdinnen und Juden – und welche werden ihnen zugeschrieben? Wie verorten sie sich selbst?
Seit Jahrhunderten werden Menschen durch rassistische Weltanschauungen vor allem nach ihrer Hautfarbige bewertet. »Rassentheorien«, Kolonialismus, Antisemitismus und andere Überlegenheitsfantasien schufen eine fundamentale Hierarchie: eine Ordnung der Welt, die auf der Ordnung nach Hautfarben beruht. Die Publikation beleuchtet diese Stereotypisierungen und Ausgrenzungen, die Jews of Color welt-weit – insbesondere in Europa, den USA und Israel – erfahren.
Heutige Diskurse verstehen Hautfarbige als historische und soziale Konstruktion und weniger als biologische Kategorie. Gerade die jüngste Eskalation des Nahost-Konflikts führte zur Verfestigung des Stereotyps von Juden als Weiße Kolonialherren, die eine »nicht-Weiße«, indigene Bevölkerung unterdrücken. Dafür wird ausgeblendet, dass Jüdinnen und Juden – nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass ihre Geschichte von Migration, Vertreibung, und allen voran von der Schoa geprägt ist – auf allen Kontinenten präsent waren und sind.
Sind Jüdinnen und Juden nun aber Weiß, »nicht-Weiß« oder Schwarz? Die verschiedenen Antworten und ihre weitreichenden Folgen bekräftigen die Aktualität und Dringlichkeit dieser Publikation.

 

Die Veranstaltung findet in folgenden Sprachen statt

  • Deutsch

Treffpunkt

TONALi Seminar, Kleiner Kielort 8, 20144 Hamburg