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Re-Imagine Harbourscapes! Hafenlandschaften zwischen Kolonialismus und grüner Zukunft

13.06.2026 11:00 - 17:30 Uhr

  • Ausstellungseröffnung, Rundgang
  • für Erwachsene
  • Dauer: 6 Stunden 30 Minuten
  • Kosten: Museumseintritt
Blick auf einen belebten Hafen mit Kränen, Frachtschiffen und Containern entlang der Docks unter einem klaren blauen Himmel; im Hintergrund sind städtische Gebäude zu sehen.

Häfen sind faszinierende Wasserlandschaften mit außergewöhnlicher Industrie-Architektur. Hier trifft Wasser auf Land, Natur auf Technik, lokal auf global. Häfen sind Knotenpunkte des Handels und Schauplätze der Globalisierung. Hier mischen sich Güter mit Menschen und Möwen, Hafen-High-Tech mit Fluss-Ökosystemen, Schlammbagger mit Strandkrabben, Fernweh mit Profitgier, Kolonialgeschichte mit dem Wunsch, die Zukunft fairer und grüner zu gestalten. Heute werden rund 90 Prozent des weltweiten Handels auf dem Seeweg abgewickelt, fußend auf einer langen Tradition technologischer Innovationen. Insbesondere die europäischen Häfen verkörpern aber auch jahrhundertelange koloniale Ausbeutung und ungleiche gesellschaftliche Entwicklung – Geschichten, die es gerade jetzt wert sind, erzählt zu werden, wenn wir Europäer an unserer „grünen“ Zukunft basteln, E-Autos fahren wollen und obsolete Hafenareale zu nachhaltigen Stadtquartieren umbauen. Denn grün reimt sich nicht unbedingt mit fair, wenn man die Wege der Güter nachvollzieht, die von der Südhalbkugel kommend in Europas Häfen landen, zum Beispiel in Hamburg.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hafenmuseum haben Landschaftsarchitektur- und Urban Design-Studierende der TU Berlin, Fachgebiet ÉLAN, die Routen ausgewählter Rohstoffe und Bestandteile unserer schönen grünen Zukunft nachverfolgt. In einer interaktiven Installation geben sie Einblick in die Landschaften und Lebenswelten rund um Kupferminen, Silberbergwerke, Bohrlöcher, Elektronik-Manufakturen, Schrottplätze, Überseehäfen in Lateinamerika, Asien und Afrika. Sie verknüpfen sie anschaulich mit den Gas- und Containerterminals der Elbemündung, den Schifffahrtsrinnen, Schlackebecken, Industriearealen, Landungsbrücken, Kaipromenaden und neuen städtischen Quartieren des Hamburger Hafens. Lassen sich diese transozeanischen Landschaften eines Tages so gestalten, dass die Zukunft „grün für alle“ wird? Es reicht nicht mehr, den Leuten im Süden ‚sorry‘ zu sagen, dass die grünen Entwicklungen bei ihnen noch nicht angekommen sind.

Programm

Ausstellungseröffnung 13. Juni 2026

11 Uhr: Begrüßung Ursula Richenberger, Deutsches Hafenmuseum und Prof. Dr. Lisa Diedrich, ÉLAN/ TU Berlin

11.15 – 12 Uhr: Führung durch die Ausstellung (Studierende des Fachgebiets ÉLAN, TU Berlin)

 

Die Veranstaltung findet in folgenden Sprachen statt

  • Deutsch

Treffpunkt

Stiftung Historische Museen Hamburg
Deutsches Hafenmuseum (im Aufbau)
Kopfbau des Schuppens 50A
Australiastraße
20457 Hamburg

Telefon +49 40 428 137 130
E-Mail info@deham.shmh.de

S-Bahn 3 / 5 bis Veddel (BallinStadt) oder Elbbrücken (an Wochenenden)
Bus 256 bis Hafenmuseum

 

Schwarze vertikale Balkengrafik über fettgedrucktem schwarzem deutschem Text, der gelb hervorgehoben ist: 11. Hamburger Architektur Sommer Das Festival der Baukultur Mai -- Juli 2026 auf weißem Hintergrund.
Logo mit großem umrandetem Text mit der Aufschrift ÉLAN in Orange, mit einer roten Linie, die sich durch die Buchstaben zieht. Rechts daneben steht in orangefarbener Schrift: Fachgebiet Entwerfen von Landschaften im Anthropozän. Darunter steht schwarzer Text: Lehrstuhl für Entwerfen von Landschaften im Anthropozän.

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