
Die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) vereint seit 2008 die musealen Einrichtungen der Freien und Hansestadt Hamburg, die sich aus vielfältigen thematischen Blickwinkeln mit der Geschichte Hamburgs und seiner Umgebung, einschließlich nationaler, europäischer und globaler Verflechtungen, befassen. Mit rund 240 Mitarbeitenden und jährlich etwa 350.000 Gästen zählt die Stiftung zu den größten stadt- und regionalgeschichtlichen Museumsverbünden in Europa.
Zum Verbund der Stiftung gehören das Museum für Hamburgische Geschichte, das Altonaer Museum, das Museum der Arbeit und seit 2021 das im Aufbau befindliche Deutsche Hafenmuseum. Hinzukommen das Jenisch Haus, das Speicherstadtmuseum, die Kramer-Witwen-Wohnung, die Millerntorwache und das Heine Haus. Zudem ist der Museumsdienst Hamburg in die Stiftung integriert und bietet eine breite Palette an Vermittlungsformaten und Bildungsangeboten für Hamburger Museen und Ausstellungshäuser.
Ein zentrales Anliegen der Stiftung ist es, die facettenreiche Geschichte Hamburgs–eine Stadt, die maßgeblich durch ihren Hafen, den Handel und ihre globalen Verflechtungen geprägt wurde– auf zeitgemäße Weise zu vermitteln. Ziel ist es, historische und aktuelle Zusammenhänge aus multiperspektivischen Ansätzen heraus für eine diverse, moderne Stadtgesellschaft aufzubereiten. Dabei setzt die Stiftung auf inklusive und partizipative Formen der Wissensvermittlung, die den Interessen und Bedürfnissen unterschiedlichster Besuchsgruppen gerecht werden.
350.000 Gäste jährlich
9 Standorte in der Stadt
240 Mitarbeitende

Als eine der größten historisch ausgerichteten Museumsstiftungen Europas ist es unser Ziel, Orientierung in der Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart zu geben sowie Verantwortung für eine offene demokratische Gesellschaft zu übernehmen und zu teilen. Wir sind aktiver Teil der Stadtgesellschaft und weisen mit unseren Inhalten und Aktivitäten weit über die Metropolregion Hamburg hinaus. Wir stellen relevante Themen zur Diskussion und erschließen nationale und internationale Zusammenhänge. Wir wollen möglichst viele Menschen für Geschichte begeistern und können durch die außergewöhnliche Vielfalt unserer Museen und ihrer Angebote in die Breite der Gesellschaft wirken. Die authentische Objekterfahrung ist dabei Ausgangspunkt und Grundlage unserer Arbeit. Wir schaffen Ausstellungs-, Denk- und Diskursräume, die Teilhabe und Partizipation ermöglichen. Wir sind offen für neue Perspektiven, Arbeitsweisen und Formen der Zusammenarbeit. Unsere Angebote sollen dazu einladen, die Fähigkeit zu und die Wirksamkeit von eigenem Handeln zu erleben. Unsere Häuser sollen sich durch eine hohe Aufenthaltsqualität auszeichnen und zum Verweilen ein[1]laden. Sie sollen niederschwellig zugänglich und durchgehend barrierefrei werden. Diversität und Perspektivenvielfalt in Geschichte und Gegenwart sind für uns von zentraler Bedeutung. Dies spiegelt sich in Sammlungen, Ausstellungen und zeitgemäßen Vermittlungsformen. Wir wollen in allen Arbeitsbereichen diversitätssensibel und antidiskriminierend agieren. Wir streben gemeinsam nach Nachhaltigkeit auf Grundlage der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Neben diesen Zielstellungen fokussieren sich unsere Aktivitäten in enger Orientierung an den an[1]erkannten Standards der DMB- und ICOM-Richtlinien auf die musealen Kernaufgaben in den Bereichen Sammeln, Bewahren, Forschen/Dokumentieren und Ausstellen/Vermitteln.

Hamburg ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einer kulturell sehr vielfältigen Großstadt geworden, zu deren Entwicklung ganz verschiedene Akteure und Communities ihre Impulse und Beiträge geliefert haben. Als museale Einrichtung, die sich an die Gesamtheit einer diversen Stadtgesellschaft wendet, will die Stiftung dieser Diversität in ihrer Ausrichtung, in ihrem Programm und in ihrer Organisation zukünftig mehr Sichtbarkeit geben. Bei einem der jüngsten Neuzugänge in der Sammlung des Museums für Hamburgische Geschichte handelt es sich um ein besonders farbenfrohes Objekt: eine Perücke von Olivia Jones, Deutschlands wohl berühmteste Dragqueen.

Das Foto „Bahnsteig Gleis 11“ wurde um 1965 von Horst Janke aufgenommen und zeigt den Bahnsteig des Gleises 11 im Hamburger Hauptbahnhof. Es gehört zur Sammlung des Museums für Hamburgische Geschichte und dokumentiert das Alltagsleben im Bahnhofsumfeld dieser Zeit.

Seit 2019 vergibt die Stiftung Historische Museen Hamburg zusammen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen den „Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie“ als Stipendium. Prämiert wird jedes Jahr ein künstlerisch-dokumentarisches Fotoprojekt, das sich mit der Stadtentwicklung und dem Wandel des Stadtbildes von Hamburg auseinandersetzt.

Typisch Frau, typisch Mann. Was heißt das? Geschlechterrollen umfassen die allgemeinen, gesellschaftlich akzeptierten Erwartungshaltungen an das Verhalten von Männern und Frauen in bestimmten Lebenssituationen wie Familie und Beruf und befinden sich in einer sich wandelnden Gesellschaft in einem stetigen Veränderungsprozess. Die SHMH ist bestrebt, in ihren Ausstellungen und Programmangeboten Wissen über die Geschlechter und ihre historischen Stereotype zu vermitteln sowie ihr Publikum für das Thema Gender zu sensibilisieren.

Das Gedächtnis der Stadt Eine Hauptaufgabe der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) besteht in der Bewahrung ihrer vielfältigen Sammlungen für kommende Generationen. Durch Forschung, Bildungsarbeit und Ausstellungen wird dieses Wissen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dank ihrer Fülle und Qualität bieten die Sammlungen der Stiftung eine hervorragende Möglichkeit, die stadt- und kulturgeschichtliche Entwicklung Hamburgs und seines Umlandes vom Mittelalter bis in die Gegenwart zu präsentieren. Dabei sind die Bestände des Museums für Hamburgische Geschichte, die so attraktive Objekte wie den Schädel des Freibeuters Klaus Störtebeker und andere Schlüsselobjekte zur Hanse umfassen, auf die Entwicklung der Hansestadt bezogen, während die unter ganz anderen Umständen entstandene Sammlung des Altonaer Museums mit seinen Bauernstuben und seinen Schiffsmodellen die besondere Geschichte Altonas sowie die norddeutsche Kulturgeschichte dokumentiert. Die Sammlung des Museums der Arbeit nimmt dagegen die Geschichte von Industrie, Arbeit und Technik im 20. Jahrhunderts in den Blick. Gemeinsam bilden diese Schatzkammern der Geschichte, deren Objekte in immer wieder neuen Ausstellungen präsentiert werden, das Gedächtnis der Stadt Hamburg.

Die Sammlungsstrategie der SHMH dient der Systematisierung, dem zielgerichteten Ausbau, der Kontextualisierung und der Vermittlung der Sammlungen. Sie setzt ferner den Rahmen zur verstärkten Strukturierung und systematischen Fortentwicklung der Sammlungsarbeit innerhalb der SHMH.

Es wird in der Stiftung als essenziell betrachtet, die Bedeutung des für Museen so wichtigen Arbeitsbereichs des Sammelns–welche für die Öffentlichkeit wie auch für Stakeholder oftmals in ihrem Umfang wenig sichtbar wird–transparent nach außen zu kommunizieren. Denn die Sammlungen zu bewahren und zu erweitern ist per Hamburgischen Museumsstiftungsgesetz und gemäß der Orientierung an den Museumsdefinitionen von ICOM (International Council of Museums) und DMB (Deutscher Museumsbund) eine Kernaufgabe der SHMH.

In ihren Ausstellungen präsentieren die Häuser der Stiftung nur einen kleinen Teil der über Jahrzehnte zusammengetragenen Sammlungen. Der Großteil der Sammlungsobjekte wird in Depots gelagert, erhalten und zu bestimmten Anlässen und Ausstellungen in einen präsentationsfähigen Zustand versetzt. Die Stiftung verfügt über Restauratoren und Restauratorinnen mit Fachausrichtung für die Bereiche: Gemälde, Kunsthandwerk, Holz/Möbel, Papier/Archivgut, Metall, Industrielles Kulturgut und Textilien.

Ihre Expertisen und Untersuchungen zum kulturhistorischen Kontext, den Herstellungsprozessen, der Materialität und Veränderungen, ergänzt durch naturwissenschaftliche Analysen gehen in das Konservierungs-/ Restaurierungskonzept und die nachfolgenden Maßnahmen für das jeweilige Objekt ein, die jeweils schriftlich und bildlich dokumentiert werden. Gerade bei der Restaurierung von kulturhistorischen Objekten ist es wichtig, die Gegenstände mit ihrer Geschichte und ihren Nutzungsspuren zu verstehen und adäquat zu erhalten.

Erfolgreiche Sonderausstellungen wie „Pixi. 70 Jahre kleine Bücher“ (Altonaer Museum), „Konflikte“ (Museum der Arbeit) oder „Hamburg 1923. Die bedrohte Stadt“ (Museum für Hamburgische Geschichte) prägen das Profil der Häuser und ziehen zahlreiche Besucher an.


Die Stiftung Historische Museen Hamburg präsentiert in ihren Ausstellungen die Ergebnisse ihrer Forschungs- und Sammlungsarbeit und macht diese sowohl der Fachwelt als auch der Öffentlichkeit zugänglich. Die Vielfalt der Themen und Präsentationen zeigt sich in Ausstellungen wie „Eine Stadt wird bunt. Hamburg Graffiti History 1980–1999“ im Museum für Hamburgische Geschichte, interaktiven Kinder-Ausstellungen im Altonaer Museum oder geführten Rundgängen über die Viermastbark „PEKING“. Erfolgreiche Sonderausstellungen wie „Pixi. 70 Jahre kleine Bücher“ (Altonaer Museum), „Konflikte“ (Museum der Arbeit) oder „Hamburg 1923. Die bedrohte Stadt“ (Museum für Hamburgische Geschichte) prägen das Profil der Häuser und ziehen zahlreiche Gäste an. Neben dem Sammeln und Erforschen gehören Vermittlungsprogramme zu den Kernaufgaben der Stiftungshäuser. Neben Führungen und speziellen Familienangeboten in den Häusern bietet das Altonaer Museum mit der „wunderkammer“ einen interaktiven Bereich für Kinder. Hinzu kommen Museumsgespräche und Bildungsangebote für Gruppen, Schulklassen, und Erwachsene sowie besondere Angebote in deutscher Gebärdensprache, für Menschen mit Sehbehinderung und Führungsformate für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Die Stiftung Historische Museen Hamburg bietet kontinuierlich wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der Geschichte Hamburgs und seiner Region. Ihre Publikationen bereichern das Ausstellungsprogramm und ermöglichen eine vertiefte Darstellung der Sammlungen und des erarbeiteten Wissens. Kataloge zu Sonderausstellungen und Broschüren-Reihe „Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie“ unterstreichen diese Arbeit. Seit 2015 erscheint zudem das Stiftungsmagazin „History Live“, das spannende Themen der Stadtgeschichte und laufende Projekte der Stiftung vorstellt und Hintergrundberichte liefert. Fester Bestandteil des Programms in den Stiftungshäusern sind Veranstaltungen, Vorträge und Workshops, die die Sonderausstellungen und Projekte um aktuelle Standpunkte, Diskussionen und Beiträge ergänzen und erweitern.

Ein besonderes Anliegen ist es, Besucherinnen und Besucher nicht nur als passive Rezipientinnen und Rezipienten, sondern als aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter der Museumsinhalte zu begreifen. Partizipative Projekte, digitale Formate und interaktive Ausstellungen ermöglichen es, verschiedene Perspektiven einzubeziehen und neue Wege der Auseinandersetzung mit Geschichte zu eröffnen.

Dabei setzt die SHMH einen besonderen Fokus auf Diversität und Inklusion, indem sie marginalisierte Gruppen in die Museumsarbeit einbindet und deren Perspektiven in Sammlungen und Ausstellungen sichtbar macht: z. B. unter dem Motto „Kunst & Quer“ im Altonaer Museum. Das Ziel dieses Inklusionsprojektes besteht darin, den Gästen zukünftig im Rahmen von eigens entwickelten Führungen neue Perspektiven auf die Exponate zu eröffnen. Erarbeitet werden diese Angebote von verschiedenen Kunstschaffenden mit Behinderung und von erfahrenen Museumsguides.

Die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) versteht sich als zentraler Akteur in der kulturellen Bildung und Geschichtsvermittlung der Stadt. Mit ihren verschiedenen Häusern, darunter das Museum für Hamburgische Geschichte, das Altonaer Museum, das Hafenmuseum, das Speicherstadtmuseum und das Museum der Arbeit, verfolgt sie das Ziel, Geschichte lebendig, inklusiv und zeitgemäß zu vermitteln. Dabei setzt die SHMH einen besonderen Fokus auf Diversität und Inklusion, indem sie marginalisierte Gruppen in die Museumsarbeit einbindet und deren Perspektiven in Sammlungen und Ausstellungen sichtbar macht. Auch die Digitalisierung spielt eine immer größere Rolle in der Vermittlungsarbeit. Virtuelle Rundgänge, Apps und interaktive Medienstationen eröffnen neue Zugänge zu den historischen Sammlungen und machen Museumsinhalte ortsunabhängig erlebbar. Im Rahmen der Neukonzeption der Ständigen Ausstellung des Museums für Hamburgische Geschichte wird beispielsweise ein Click-Tool entwickelt, das den Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, selbst Geschichten zur Stadtgeschichte beizutragen.

Das Museum der Zukunft ist nachhaltig und selbstkritisch.
Wir streben gemeinsam nach Nachhaltigkeit auf Grundlage der „Sustainable Development Goals“ und übernehmen und teilen Verantwortung für eine offene demokratische Gesellschaft. Unter dem Motto „Elf zu Null – Hamburger Museen handeln“ startete im Sommer 2022 die bundesweit einmalige Initiative von elf Hamburger Museen, Ausstellungshäusern und Gedenkstätten, um gemeinsam das Thema Nachhaltigkeit und Betriebsökologie anzugehen. Unterstützt von der Behörde für Kultur und Medien, sollen in den Häusern Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt und umgesetzt werden.
Der Kolonialismus hat zahlreiche Spuren und bis heute spürbare Nachwirkungen in der Stadtgeschichte Hamburgs hinterlassen. Eine Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Rolle der Stadt als Knotenpunkt deutscher Kolonialpolitik ist elementarer Auftrag der SHMH im Kontext der Dekolonisierungsbemühungen der Stadt Hamburg. Die Museen der Stiftung setzen sich bereits seit einiger Zeit mit den vielfältigen Zusammenhängen des Kolonialismus mit der Hamburger Stadtgeschichte auseinander – in Form von Ausstellungen, Veranstaltungen oder künstlerischen Kooperationen. Auch bei der Neukonzeption von zukünftigen Ausstellungen in den SHMH-Häusern wird die Dekolonisierung Hamburgs mitgedacht.

Geschichte lebt von neuen Perspektiven. In den kommenden Jahren stehen in fast allen Häusern der Stiftung umfangreiche bauliche und inhaltliche Modernisierungen an. Diese umfassen neben der Schaffung barrierefreier Zugänge auch weitreichende konzeptionelle Neuerungen. Die Modernisierung des Museums für Hamburgische Geschichte ist eine davon. Das Museum wird derzeit modernisiert und ist deshalb vorübergehend nicht zugänglich. Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen am und im Gebäude sowie die Neugestaltung der Ständigen Ausstellung werden insgesamt mit Mitteln in Höhe von 101 Millionen Euro gefördert. Davon kommen 83 Millionen von der Freien und Hansestadt Hamburg und 18 Millionen vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit dem Deutschen Hafenmuseum entwickelt und plant die SHMH eines der ambitioniertesten Museumsprojekte in Europa, das an zwei Standorten in Hamburg umgesetzt wird. Der Neubau des Deutschen Hafenmuseums sowie die Restaurierung und Ertüchtigung des Liegeplatzes und die Sanierung der Viermastbark PEKING werden vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit insgesamt bis zu 185,5 Millionen Euro und der Neubau von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg mit weiteren bis zu 98 Millionen Euro gefördert. Ab 2027 starten die Maßnahmen zur Sanierung des Jenisch Hauses und der Erneuerung der Ausstellungs- und Publikumsbereiche. Senat und Bürgerschaft ermöglichen die Finanzierung mit Mitteln von bis zu 15,5 Millionen Euro. Für die bauliche und inhaltliche Neugestaltung des Altonaer Museums und des Museums der Arbeit befinden sich SHMH, Stadt und Bund zudem im Austausch über die Verteilung der Kosten für die Modernisierung der Gebäude und die Neukonzeption der Ständigen Ausstellungen.

Das Deutsche Hafenmuseum wird an zwei Standorten zu Hause sein. Der innovative Neubau des Deutschen Hafenmuseums wird im neuen Stadtteil Grasbrook entstehen, wo auch die historische Viermastbark PEKING ihren Liegeplatz bekommen wird. Als zweiter Standort bleibt das Schaudepot in den sogenannten 50er Schuppen im Hansahafen beheimatet; ein authentischer Hafenort mit historischer Aura. Für den Neubau auf dem Gelände des Kleinen Grasbrook ist ein modernes und in seiner architektonischen Gestalt signifikantes und der nationalen Bedeutung des Museums angemessenes Gebäude in prominenter Lage geplant, das unter dem Gesichtspunkt möglichst umfassender Nachhaltigkeit realisiert werden soll. Weit über das Thema Schifffahrt hinausgehend stellt das Deutsche Hafenmuseum als ein „Museum der Globalisierung“ die Häfen dieser Welt als Dreh- und Angelpunkte des globalen Handels in den Vordergrund.

Der umfassende Modernisierungsprozess des Museums, der voraussichtlich Ende 2028 abgeschlossen sein wird, umfasst zahlreiche bauliche Veränderungen, mit denen die Aufenthaltsqualität, die barrierefreie Zugänglichkeit und die Energieeffizienz des Museums deutlich verbessert wird. Außerdem erhält das Museum zur angrenzenden Parkanlage „Planten un Blomen“ einen Eingang. Hier wird sich zukünftig auch die Gastronomie in neuen Räumlichkeiten und einer erweiterten Terrasse befinden.
Das Museum lädt dazu ein, die Geschichte der Stadt gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren. Historische Ereignisse werden künftig viel stärker mit aktuellen Fragestellungen verbunden. Zudem werden Ausstellungs-, Vermittlungs- und Veranstaltungsformate über das ganze Haus hinweg intensiver miteinander verflochten. Themen, die sich durch die gesamte Geschichte hindurch ziehen, sollen mit der gegenwärtigen Stadtgesellschaft interdisziplinär und multiperspektivisch, das heißt vielstimmig, verhandelt werden.