
Das Jahr 2024 war für die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) in vielerlei Hinsicht ein besonderes. Mit der vorläufigen Schließung des Museums für Hamburgische Geschichte zu Beginn des Jahres haben wir einen tiefgreifenden Einschnitt in unserem Museumsbetrieb vollzogen – da diese in Zusammenhang mit der anlaufenden Modernisierung des Museums stand, nahmen wir sie zugleich mit einem lachenden und einem weinenden Auge wahr. Denn das besucherstärkste Haus der Stiftung fällt damit als wichtige Anlaufstelle für unser Publikum bis 2028 aus. Umso erfreulicher ist es, dass die Gesamtbesuchszahl der SHMH durch mehr Besuchende in den anderen Einrichtungen im Vergleich zum Vorjahr dennoch nahezu stabil geblieben ist. Einen wesentlichen Grund dafür sehen wir in der inhaltlichen Attraktivität unserer Programmangebote: Die Museen der SHMH haben 2024 mit großer inhaltlicher Bandbreite und hoher Qualität ihrer Arbeit überzeugt, so stießen die Ausstellungen und Veranstaltungen des vergangenen Jahres durchweg auf große Resonanz. Grundlage dafür war unter anderem die strategische Ausrichtung an Zielgruppenprofilen, die wir im Rahmen unserer Besucherforschung weiterentwickelt haben.
Neben dem inhaltlichen Programm prägen die zahlreichen Bau- und Modernisierungsvorhaben weiterhin maßgeblich unsere Arbeit. Diese Prozesse sindnicht nur logistische Herausforderungen, sie sind Ausdruck unserer strategischen Zukunftsorientierung. Mit der Modernisierung des Museums für Hamburgische
Geschichte, dem Umbau des Torhauses am Museum der Arbeit oder den Vorarbeiten für die Realisierung des Neubaus des Deutschen Hafenmuseums investieren wir gezielt in nachhaltige Strukturen und attraktive historische Museen. Auch kleinere Baumaßnahmen und technische Erneuerungen in weiteren Häusern tragen dazu bei, dass unsere Museen auch künftig offen, einladend und zukunftsweisend bleiben.
Alle diese Entwicklungen – ob sichtbar für das Publikum oder hinter den Kulissen – erfordern viel Einsatz und Fachwissen. Sie wären nicht möglich ohne das große Engagement unserer Mitarbeitenden, die mit Kompetenz und Kreativität täglich daran arbeiten, Geschichte lebendig und zugänglich zu machen. Ebenso unverzichtbar sind unsere Besucherinnen und Besucher, die uns durch ihr Interesse und ihre Rückmeldungen immer wieder neue Impulse geben. Und natürlich danken wir auch unseren Förderinnen und Förderern, die uns mit ihrer Unterstützung zusätzliche Spielräume und Motivation geben.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Zeit bei der Lektüre des ersten Tätigkeitsberichts, den die Stiftung Historische Museen Hamburg in dieser Form veröffentlicht.
Ihr
Direktor und Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg
Sie können den Tätigkeitsbericht 2024 online lesen oder sich als barrierefreies digitales PDF herunterladen.