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Save the Last Dance Remembering Hamburg’s Club Culture

Ein schwach beleuchteter, gewölbter Flur mit schwarz gestrichenen Wänden, die mit schwarz-weißer Graffiti-Kunst bedeckt sind. Ein rotes Licht erhellt einen Bereich auf der rechten Seite, und ein Stück Papier ist an die Wand geklebt. Der Boden wirkt abgenutzt und strukturiert.
Foto: Mila Reuther, Waagenbau an der Sternbrücke

A tribute to disappearing nightlife spaces

Hamburgs Clubkultur prägt seit Jahrzehnten das urbane Leben – und ist zugleich bedroht. Die Clubs an der Sternbrücke oder das alte Molotow am Standort Nobistor sind aktuelle und prominente Beispiele für die Herausforderungen im Kampf um Raum für Musikclubs in Städten – nicht nur in Hamburg. Clubs prägen die Stadtkultur, sind Orte der Begegnung, Kristallisationspunkte von städtischer Gesellschaft und Subkultur – und zugleich permanent von urbanen Transformationen betroffen.

Das Museum für Hamburgische Geschichte sichert die Erinnerung an diese vergänglichen Orte: Mit digitalen 3D-Scans wurden legendäre Clubräume dokumentiert und für die Zukunft bewahrt, darunter die Astra-Stube als Sprungbrett für die Punk- und Indie-Szene, das Fundbureau mit einer Geschichte der elektronischen Musik, der Waagenbau mit programmatischen Schwerpunkten im Bereich Techno, D’n’B und Reggae/Dub sowie die Independent- und Alternative-Institution Molotow.

Begebt euch auf eine virtuelle Tour durch die Astra-Stube, das Fundbureau, den Waagenbau und das alte Molotow an den interaktiven Touchscreens. Entdeckt vertraute Details oder lernt eine Welt kennen, die so nicht mehr existiert – aber im Museum weiterlebt.

Die Scans werden künftig dauerhaft in der neuen Ausstellung des Museums für Hamburgische Geschichte zu sehen sein. Wer eigene Erinnerungen, Fotos oder Objekte zur Hamburger Clubkultur teilen möchte, kann Teil dieser Sammlung werden.

Teilt eure Geschichten und Erinnerungen mit uns:

Via Instagram: @Museum für Hamburgische Geschichte

Via Mail an: online@online.shmh.de

Fundbureau

Die 3D-Scans wurden von Alwin Brehde (https://rundblick3.de/) erstellt.

Astra stube

Die 3D-Scans wurden von Alwin Brehde (https://rundblick3.de/) erstellt.

Waagenbau

Die 3D-Scans wurden von Alwin Brehde (https://rundblick3.de/) erstellt.

Molotow

Die 3D-Scans wurden von Alwin Brehde (https://rundblick3.de/) erstellt.

Fotografie-Serie von Mila Reuther

Die Fotografin Mila Reuther ist kurz vor der Entkernung einiger Clubs an der Sternbrücke in Hamburg durch die Räume gegangen und hat diese fotografisch dokumentiert. Die Fotografien zeigen den Zustand kurz vor Schließung der Clubs und sind Ende 2023 entstanden. Ergänzende Fotografien aus dem Jahr 2024 zeigen die Zustand der Räume des ehemaligen Fundbureaus nach der Entkernung. Auch der Molotow Club an der Reeperbahn/Nobistor ist Teil der Serie.

Eine schwach beleuchtete, leere Musikhalle mit roten Wänden und Decken, einem mit Aufklebern versehenen DJ-Pult, einer Bühne, hängenden Lautsprechern, einer Discokugel und einem Barbereich auf der rechten Seite. Rote Vorhänge rahmen den Eingang ein. Plakate schmücken die Wände.
Foto: Mila Reuther, Molotow an der Reeperbahn/Nobistor
Ein farbenfroher Raum mit leuchtend roten Wänden, schwarz-weiß karierten Mustern, einem gemalten Wandbild und einem Torbogen, der in einen schummrigen Raum mit einem Fahrrad, Bänken und einem von der Decke hängenden Kronleuchter führt.
Foto: Mila Reuther, Fundbureau
Ein hell erleuchteter, mit Graffiti überzogener Raum mit roten Wänden und einer gewölbten Tür, die in einen unordentlichen, verlassenen Raum voller Schutt führt. Die Wände sind mit Street Art, Aufklebern und schwarz-weißen Schachbrettmustern verziert.
Foto: Mila Reuther, Fundbureau nach der Entkernung