
Die Alzheimer Gesellschaft M-V geht einen neuen künstlerischen Weg, um die Welt der Menschen mit Demenz hör- und fühlbarer zu machen. Mit dem Bildenden Künstler und Ethnologe Peter Tucholski entstand die „SprachOper – Unvergessen Hörbar“.
Wir reden nicht über die Menschen, sondern geben Ihnen eine Stimme.
Eingefangene Gespräche zwischen Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen, am Esstisch, gemütlich auf dem Sofa, beim Gruppennachmittag, in der Pflegeeinrichtung wurden anhand von Audioaufnahmen von dem Künstler Peter Tucholski zu einer SprachOper verwoben. Diese Komposition lädt ein zu einer Reise, die VERSTEHEN lässt – über das Ohr und das Herz. Ein intimer Einblick in eine alltägliche Welt, fast wie Ihre und deine – voll von Geschichten, Belastungen, Herausforderungen, Spaß und Humor.
Peter Tucholski wählte bewusst den Weg ausschließlich über auditive Reize. Er eröffnet
damit einen außergewöhnlichen und direkten Zugang zu unterschiedlichsten Erfahrungen,
Emotionen und Erinnerungen. Dieses Projekt hebt sich von anderen Kunstprojekten und
Sensibilisierungsmaßnahmen ab und existiert in dieser Form bisher noch nicht.
Hören – Fühlen – Verstehen
Die künstlerische Arbeit von Peter Tucholski liegt im Verweben der Sequenzen in dialogische, monologische, verwirrende und komische Momente. Er entwickelte für die
SprachOper acht kunstvoll gestaltete Hörsäulen, die miteinander arrangiert werden und
einen eigenen Hörraum bilden. Die hochkreative Komposition der SprachOper ist somit in
einer einzigartigen Kunstinstallation der Hörsäulen eingebettet.
Das Projekt wurde gefördert von der Techniker Krankenkasse.
Eine Kooperation zwischen
www.alzheimer-mv.de und www.ballsaal-tucholski.de