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Produktregal In der PEKING Ausstellung an Bord der Viermastbark

In einem Museumsraum mit Holzboden sind Schautafeln mit Texten und Fotos über das Schiff "Peking" ausgestellt; eine Tafel enthält eine Vitrine mit kleinen nautischen Artefakten.

Werbeplakat Chile-Salpeter als Düngemittel, 1920er Jahre

Je nach Kulturpflanze sowie Bodenbedingungen ließen sich mit dem Stickstoffdünger Chilesalpeter Ertragssteigerungen von 25 % bis über 300 % erzielen. Die Abhängigkeit vom Import wurde in Deutschland durch die Entwicklung von synthetischem Dünger beendet, insbesondere mit dem sogenannten Haber-Bosch-Verfahren (Patent 1910). Die Firma BASF ist bis heute einer der zentralen Produzenten für Kunstdünger weltweit.

Reproduktion, ehem. Salpeterwerk Humberstone

 

Salpeterabbau in der Atacama-Wüste, Region Taltal, 1920er Jahre

 

Die Fotos zeigen den Abbau von Salpeter in der Oficina Alemania. Sie gehörte zu den größten Salpeterminen in Chile, war im Besitz der Firma Fölsch & Martin mit Sitz in Hamburg. Die Gewinne aus dem Salpetergeschäft wurden in Immobilien investiert, insbesondere in Hamburg, u.a. in den „Fölsch-Block“ am Rathausmarkt.

Fölsch-Album, Oficina Alemania, Privatbesitz

Ein Klarglasgefäß mit Deckel, gefüllt mit beigen und hellbraunen Steinen, steht in der Auslage; eine rote Zickzacklinie ist im unscharfen Hintergrund teilweise sichtbar.

Avocado

Chile exportiert die „Superfrucht“ Avocado nach Deutschland, sie hat zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, ist ein begehrtes Lebensmittel. Die Produktion und der Transport sind jedoch verbunden mit hohem Wasserverbrauch, Plantagenwirtschaft sowie notwendiger Kühlung und Belastungen durch den Transport selbst, was schädlich für die Umwelt ist.

SHMH I Deutsches Hafenmuseum

 

Eine einzelne, reife Avocado mit dunkler, strukturierter Schale, die auf einer glatten, hellen Oberfläche vor einem unscharfen Hintergrund ruht.

Kupfer

Kupfer ist entscheidend für die Energiewende (Stromnetze, erneuerbare Energien) und Digitalisierung, wird in Hamburg u.a. von der Produktionsfirma Aurubis verarbeitet. Chile ist der weltweit größte Kupferproduzent, der Abbau in der Atacama-Wüste ist jedoch mit Umweltbelastungen verbunden: enormer Wasserverbrauch, Luftverschmutzung durch Staub und Abgase, Bodenzerstörung, Schwermetallbelastung (Arsen).

SHMH I Deutsches Hafenmuseum

Ein glattes, zylindrisches Kupferobjekt mit vertikalen Rillen wird auf einer hellen Fläche vor einem neutralen Hintergrund dargestellt.

Dynamit-Produktion von Alfred Nobel

Chile-Salpeter wurde für die Produktion von Sprengstoffen / Schwarzpulver genutzt. In Krümmel bei Geesthacht entstand die „Pulverkammer Deutschlands“, als Alfred Nobel 1865 seine erste Fabrik zur Herstellung von Sprengstoffen, insbesondere von Dynamit, eröffnete.

Reproduktion, SHMH I Deutsches Hafenmuseum

Eine Nahaufnahme einer braunen Schachtel mit der Aufschrift Nobels Extradynamit, neben der mehrere Dynamitstangen liegen. In der Nähe der Stäbe sind schwarze Drähte zu sehen. Die Verpackung enthält einen schwedischen Text und ein kleines Porträtlogo.

Stahlhelm M40

Ein Stahlhelm ist eine militärische Kopfbedeckung, die im Ersten Weltkrieg bei allen europäischen Großmächten eingeführt wurde. Die in Deutschland produzierten Helme wurden nach Chile exportiert, wo sie bis heute bei militärischen Paraden getragen werden.

Reproduktion, SHMH I Deutsches Hafenmuseum

Ein deutscher Militärhelm mit matter Oberfläche, ausgestellt auf einer glatten Fläche, mit einem kleinen Loch und einer runden Niete an der Seite.

Tempo-Geländewagen 1200 in Chile, 1937

Der Export von Fahrzeugen aus Deutschland nach Chile spielte in der Vergangenheit bis heute eine wichtige Rolle. Die Fotos zeigen den Tempo-Geländewagen 1200, dessen Fähigkeiten in schwierigem Gelände vorgeführt werden. Heute sind es insbesondere die Firmen Liebherr (Krane, Bagger und Muldenkipper für die Häfen und den Bergbau), Caterpillar (Bergbaugeräte) und MAN (LKW und Busse), die nach Chile verkaufen.

Foto: Krüger, SHMH I Museum der Arbeit

Werbeplakat für Steinway-Flügel in portugiesischer Sprache, 1920

Seit 1880 produziert Steinway in Bahrenfeld Flügel und Klaviere. Jeder Flügel ist ein Unikat, benötigt ca. 1 Jahr für die Herstellung. Von Hamburg aus werden sie weltweit exportiert. Mit der PEKING ist ein Steinway-Flügel nach Valparaiso transportiert worden. Luxusgüter wie Uhren, Schmuck, Designer-Kleidung und Musikinstrumente sind ein wichtiges Segment im deutschen Export nach Chile.

Reproduktion, SHMH I Museum für Hamburgische Geschichte

Hafen von Ludwigshafen mit der Firma BASF, Postkarte, 1920er Jahre

Die Firma BASF ist der größte Chemiekonzern weltweit mit über 230 Produktionsstandorten und liefert in mehr als 90 Länder. 1865 in Mannheim als Badische Anilin- & Soda-Fabrik gegründet, zog die Firma zwei Jahre später nach Ludwigshafen, auch heute noch Hauptsitz der Firma. Da Chile stark agrar- und bergbauorientiert ist, liefert BASF insbesondere Pflanzenschutzmittel und Bergbau-Chemikalien in dieses südamerikanische Land.

SHMH I Deutsches Hafenmuseum

„Haru-Oni“-Projekt von HIF Global, 2022

Umwelttechnologie und grüner Wasserstoff sind ein wichtiger Sektor in den Beziehungen zwischen Chile und Deutschland heute. Chile bietet mit seinen Wind- und Solarressourcen ideale Produktionsbedingungen, während Deutschland als Technologiepartner und Absatzmarkt für klimaneutrale Energieträger auftritt. Das Haru Oni-Projekt ist eine Pilotanlage im Süden Chiles, nahe Punta Arenas. Dort werden durch die Firma HIF Global E-Fuels für Porsche produziert.

Foto: HIF Global’s Haru Oni e-Fuels facility in Chile
Modell: SHMH I Deutsches Hafenmuseum

Ein kleines weißes Modell einer Windkraftanlage mit drei Flügeln ist in einem durchsichtigen Gehäuse ausgestellt, in dem sich helle Lichter im Hintergrund spiegeln.

Fast Fashion – Altkleider in der Atacama-Wüste in Chile

In Deutschland produziert Fast Fashion riesige Mengen minderwertiger Altkleider, die oft exportiert werden. Pro Kopf und Jahr werden in Deutschland 5,5 kg Altkleider produziert. Im Hafen von Iquique in Chile landen viele der Altkleider, nur 10% können verwertet werden, der Rest wird in die Atacama-Wüste verbracht. Die Altkleiderberge verschmutzen dort Böden und Grundwasser, gefährden die lokale Flora, Fauna und Bevölkerung.

Foto: Mauricio Bustamante, aus der Serie ‚The clothed desert‘ (2022)
Altkleider, SHMH I Deutsches Hafenmuseum

Ein Stapel verschiedener Kleidungsstücke, darunter ein grünes Hemd, ein lavendelfarbenes Hemd, ein graues Oberteil und blau-weiß gestreifte Kleidungsstücke, ist auf einer Fläche gestapelt.