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History Live Das Magazin der Stiftung Historische Museen Hamburg

Auf dem Titelblatt einer Zeitschrift mit dem Titel „History Live“ ist eine steinerne Löwenstatue zu sehen, deren Schild mit hebräischen Schriftzeichen verziert ist. Der Text beleuchtet die jüdische Geschichte Hamburgs und enthält das Logo der Stiftung Historische Museen Hamburg.
Ein Mann mittleren Alters mit grauen Haaren und Brille, der ein hellblaues Hemd und einen dunklen Blazer trägt, lächelt vor einem schlichten hellblauen Hintergrund.
Hans-Jörg Czech, Foto Jérome Gerull

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Freundinnen und Freunde der Stiftung Historische Museen Hamburg,

die über 400 Jahre zurückreichende Geschichte des jüdischen Lebens in Hamburg verdient in den historischen Museen unserer Stadt mehr Präsenz. Die SHMH ist sich hier ihrer Verantwortung bewusst und strebt aktiv danach, in Gegenwart und Zukunft ihren Beitrag zu einer Behebung dieses Mankos zu leisten. Das Museum für Hamburgische Geschichte bereitet für seine künftige Ständige Ausstellung einen umfangreichen Themenstrang zum jüdischen Leben in Hamburg vor, der eng mit einer stadtgeschichtlichen Betrachtung verschränkt ist. Bis zur Eröffnung im Jahr 2028 dauert es aber noch. Der Empfehlung des begleitenden Fachbeirates folgend, wurde daher mit Unterstützung der Hamburger Behörde für Kultur und Medien und in Zusammenarbeit mit dem Institut der Geschichte der deutschen Juden, der Stiftung Hamburger Lernorte und Gedenkstätten sowie der Israelitischen Töchterschule im Altonaer Museum ein Projektraum geschaffen, der anhand der wichtigsten Wegmarken der jüdischen Geschichte in Hamburg dazu einlädt, sich mit der besonderen Vielfalt und Komplexität dieses Themas auseinanderzusetzen. Für November dieses Jahres bereitet das Altonaer Museum zudem eine Sonderausstellung vor, die weitere Einblicke in die jüdische Vergangenheit und Gegenwart Hamburgs bieten wird. Alle drei Vorhaben stehen obendrein in inhaltlicher Verbindung zu den aktuellen Überlegungen in der Stadtgesellschaft zu den Anforderungen, Inhalten und Realisierungsoptionen für ein eigenständiges, partikulargeschichtlich ausgerichtetes Jüdisches Museum in Hamburg. Das erschien uns als hervorragender Anlass, die Titelgeschichte dieser Ausgabe den genannten Ausstellungen und den bisherigen Entwicklungen rund um das neue Museumsprojekt zu widmen. Ich freue mich, dass dazu auch der Hamburger Kultursenator Dr. Carsten Brosda und die sehr geschätzte Kollegin Prof. Dr. Mirjam Wenzel, ihres Zeichens Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt und Vorsitzende des Vorstands der Association of European Jewish Museums, ihre Perspektiven beigesteuert haben.

Das Sammeln ist eine unserer Kernaufgaben. Die umfangreichen, von den Häusern der SHMH betreuten Sammlungsbestände bilden den Grundstock für die Erforschung, Präsentation und Vermittlung aller relevanten Zusammenhänge, die mit der Hamburger Stadtgeschichte sowie ihrer nationalen und internationalen Verflechtungen verbunden sind. In den vergangenen Jahren hat sich die strategische Ausrichtung der Erschließung und Entwicklung dieser Sammlungen um Fragestellungen wie die Aufarbeitung des kolonialen Erbes, die Rolle von Migration und die Faktoren für die Entstehung einer vielfältigen Gesellschaft erweitert. Diese Perspektiven sollen sich auch in der zukünftigen Sammlungspraxis unserer Museen stärker widerspiegeln. Mit den Direktionen und Sammlungsverantwortlichen haben wir deshalb eine umfangreiche neue Sammlungsstrategie für die SHMH erarbeitet. Einen Einblick in diese wegweisende Arbeitsgrundlage gibt Ihnen in diesem Heft meine Kollegin Prof. Bettina Probst als Leiterin unserer Sammlungskommission.

Das Erscheinen dieser Ausgabe fällt zudem mit der Eröffnung des neuen „Kultur Kontor Hamburg“ zusammen, in dem die SHMH als Hauptnutzer ab sofort in Kooperation mit der Behörde für Kultur und Medien verschiedene Ausstellungs- und Veranstaltungsformate präsentieren und Einblicke in die Entwicklung des Neubaus für das Deutsche Hafenmuseum bieten wird. Zum Start in den neuen Räumlichkeiten, die vom Unternehmen Maersk Deutschland gefördert werden, stellen wir die erste Ausstellung „SPORT.MASSE.MACHT. Fußball im Nationalsozialismus“ vor, die von der what matters gGmbh
und dem Sportmuseum Berlin entwickelt wurde.

Mit den Beiträgen zu diesen und noch vielen weiteren erfrischenden Themen wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und eine schöne Sommerzeit,

Ihr Hans-Jörg Czech

Direktor und Vorstand der SHMH

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Das Magazin zum Durchblättern

Geschichten aus dem aktuellen Heft

Hamburgs jüdische Geschichte

Die jüdische Geschichte Hamburgs reicht über vier Jahrhunderte zurück, ist einzigartig, vielfältig – und seit rund 130 Jahren verbunden mit der musealen Arbeit in der Stadt. Vor wenigen Monaten erst eröffnete im Altonaer Museum der Projektraum „Wegmarken Jüdischer Geschichte“. Mehrere Beiträge blicken aus verschiedenen Perspektiven auf die Entstehung der jüdischen Gemeinden der Stadt, wichtige historische Ereignisse und Entwicklungen sowie auf die wieder aufgenommene Debatte um ein eigenständiges Jüdisches Museum.

Ein moderner Museumsausstellungsraum mit gestreiften Wänden, verschiedenen historischen Exponaten in Vitrinen, Informationstafeln und Bänken mit passender gestreifter Polsterung. Der Raum wird durch Schienenbeleuchtung hell ausgeleuchtet.
Ein Blick in den Projektraum „Wegmarken Jüdischer Geschichte“ im Altonaer Museum. Foto SHMH, Mira Linzenmeier
In einer Museumsausstellung ist in einer Glasvitrine ein detailgetreues Modell eines Ozeandampfers zu sehen, umgeben von großen Industriemaschinen, Metallkonstruktionen und historischen Informationstafeln in einer geräumigen Halle mit hoher Decke.
Die Sammlung im Schaudepot des Deutschen Hafenmuseums dokumentiert insbesondere die Geschichte des Güterumschlags und des Schiffbaus im späten 19. und im frühen 20. Jahrhundert. Foto Jérome Gerull

Sammeln ist Leidenschaft, die Arbeit macht

In den letzten beiden Jahren haben der Vorstand und die Direktionen der SHMH erstmals eine häuserübergreifende Sammlungsstrategie entwickelt und arbeiten kontinuierlich an deren Umsetzung und Weiterentwicklung. Ein Gespräch mit Prof. Bettina Probst, Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte (MHG) und Leiterin der Sammlungskommission der SHMH.

Neue Fotoausstellung im Museum der Arbeit

Franki Raffles (1955–1994) begriff die Fotografie als Mittel für gesellschaftlichen Wandel und dokumentierte zeitlebens immer wieder Frauen bei der Arbeit und im Alltag. Im Rahmen der 9. Triennale der Photographie Hamburg widmet ihr das Museum der Arbeit erstmals eine umfangreiche Ausstellung.

Ein junger Mensch mit einem Fahrrad steht auf einem rissigen Bürgersteig vor einer mit Graffiti übersäten Wand in einem heruntergekommenen Stadtviertel, während im Hintergrund drei Kinder in der Nähe moderner, kantiger Wohnblocks entlanggehen.
Ein Foto von Franki Raffles aus Edinburgh. © Franki Raffles Estate
Ein großes Dreimast-Segelschiff liegt in einem Hafen vor Anker; im Hintergrund sind Kräne, Lagerhäuser und Industriegebäude zu sehen. Das ruhige Wasser spiegelt das Schiff und die umliegenden Gebäude wider.
Von außen bleibt die PEKING wie gewohnt, im Inneren aber wurde viel rekonstruiert und bearbeitet. Foto SHMH, Sinje Hasheider

Segel, Motor, Muskelkraft

Die historische Viermastbark PEKING ist der Publikumsliebling am Standort Schuppen 50A des Deutschen Hafenmuseums. In der diesjährigen Saison zeugen die rekonstruierten Innenräume, eine erste Ausstellung und neu erworbene Originalobjekte vom einst harten Alltag an Bord des Frachtseglers. Ein Bericht von Bord.

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Impressum

Stiftung Historische Museen Hamburg
Holstenwall 24, 20355 Hamburg
www.shmh.de

In Kooperation mit VKM – Verlagskontor für Medieninhalte GmbH
Gaußstraße 190c
22765 Hamburg
Tel 040 36 88 110–0

Herausgeber: Hans-Jörg Czech, Direktor und Vorstand der SHMH
Geschäftsführender Redakteur: Matthias Seeberg, Pressesprecher der SHMH

Redaktionsleitung: Philipp Müller
Redaktionelle Mitarbeit: Mira Linzenmeier

Art Direktion und Layout: Eike Hahn
Lithografie: Thomas Weber-Ude
Schlussredaktion: Elke Müller

Vertrieb: VKM – Verlagskontor für Medieninhalte GmbH
Herstellung: Lars Heitmann
Druck: Print Media Group GmbH
Anzeigen: Kumst Medien Vermarktungsgesellschaft mbH, info@kumst-media.de

Anregungen und Kritik an:

Stiftung Historische Museen Hamburg
Matthias Seeberg
Holstenwall 24
20355 Hamburg
matthias.seeberg@presse.shmh.de