Hamburg bekommt einen Fotopreis!


Die Idee
Die rasante Entwicklung Hamburgs zur Großstadt seit dem Großen Brand von 1842 ist von dem damals neuen Medium der Fotografie intensiv begleitet worden. Mit der Beauftragung des Hamburger Fotografen Georg Koppmann zur kontinuierlichen Dokumentation der Veränderungen des Stadtbilds durch die Baudeputation 1874 wurde dies auch als eine öffentliche Aufgabe angesehen. Bis zu seinem Tod 1909 hielt Koppmann so einschneidende Vorgänge wie den Abriss der Kehrwieder-Wandrahm-Viertel und den Bau der Speicherstadt in mehreren tausend Aufnahmen fest. Auch von anderen Fotografen sammelte die Baudeputation Ansichten der Stadt. 1928 wurde die fotografische Dokumentation des Stadtbildes mit der Einrichtung der Landesbildstelle amtlich institutionalisiert und bis 2015 kontinuierlich fortgesetzt. In dieser Tradition, die mit Namen wie Georg Koppmann, Willi Beutler oder Fritz Kempe verbunden ist, steht der Preis für Hamburger Stadtfotografie.

Der Preis wird vergeben von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in Kooperation mit der Stiftung Historische Museen Hamburg.


Georg Koppmann, Porträt, aufgenommen in seinem Atelier, 1906 Der Preis
Ab 1. Oktober 2018 wird das Stipendium „Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie“ erstmals ausgeschrieben. Die Stiftung Historische Museen Hamburg vergibt es jährlich zusammen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zu Ehren des Hamburger Fotografen Georg Koppmann (1842-1909), der Ende des 19. Jahrhunderts Hamburgs Entwicklung zur Großstadt kontinuierlich dokumentiert hat.

Es wird vergeben für eine künstlerisch-dokumentarische Auseinandersetzung mit dem Stadtbild Hamburgs und seinen Veränderungen. Die Arbeit soll eine eigenständige fotografische Perspektive auf die Stadt als Lebensraum und Wohnort entwickeln und sich mit ihren Veränderungsprozessen auseinandersetzen. Die Metropole Hamburg bietet Lebensraum für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Sie ist permanenten Veränderungen unterworfen, die das Stadtbild prägen. Immer wieder neu werden die Fragen zu beantworten sein: Wie funktioniert die Stadt? Wem gehört die Stadt?

Das Stipendium ist mit 8.000 Euro dotiert und richtet sich an professionelle Fotografen und Absolventen von Fotostudiengängen an Hochschulen, Universitäten und Akademien.

Alle fünf Jahre werden die Arbeiten der Stipendiaten in einer Gruppenausstellung gezeigt.

Abbildung: Georg Koppmann, Porträt, aufgenommen in seinem Atelier, 1906. Foto: Staatsarchiv Hamburg


Die Jury des Georg Koppmann Preises für Hamburger Stadtfotografie

Dr. Dorothee Stapelfeldt
Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Dipl.-Ing. Franz-Josef Höing
Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg

Börries von Notz
Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg

Stefanie Grebe
Leiterin des Fotoarchivs Ruhr Museum Essen

Anna Gripp
Chefredakteurin der Zeitschrift PHOTONEWS

Prof. Vincent Kohlbecher
Professor für Fotografie an der HAW Hamburg

Stefan Rahner
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum der Arbeit, Stiftung Historische Museen Hamburg


Georg koppmann  auf dem sande  1872  foto shmh  museum f%c3%bcr hamburgische geschichtePaul wutke  gro%c3%9fer b%c3%a4ckergang  1900  foto staatsarchiv hamburgGermin  noderelbbr%c3%bccken  1950  foto shmh museum der arbeitGermin  blohm   voss  1963  foto shmh museum der arbeitHorst janke  bahnsteig gleis 11 im hamburger hauptbahnhof  1965  foto shmh  mhgThomas henning  schulterblatt  1979  foto thomas henningMilan horacek  fischmarkt  1982  foto milan horacek



Teilnahmebedingungen
Das Stipendium Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie richtet sich an professionelle Fotografinnen/Fotografen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht.

Gesucht wird eine Fotografin/ein Fotograf, deren herausragende Arbeiten und eine interessante Projektidee ihn bzw. sie zur Stipendiatin/Stipendiat qualifizieren.

Zur Bewerbung gehören
• eine Projektskizze über ein selbst gewähltes, künstlerisch-dokumentarisches Thema, das die Bewerberin/der Bewerber in Hamburg fotografisch verwirklichen möchte (ca. 1-2 Seiten)
• 5 bis 10 Bilder als Arbeitsproben (jpg, lange Seite 2500 px)
• Lebenslauf mit Ausstellungen, Publikationen, Auszeichnungen.

Die aktuelle Bewerbungsfrist beginnt am 1. Oktober und endet am 30. November 2018. Bewerbungen können ab dem 1. Oktober 2018 eingereicht weden.

↓ Bewerbungsformular - Georg Koppmann Preis (66,4 KB)

Senden Sie Ihre Unterlagen an:

Stefan Rahner
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
stefan.rahner@museum-der-arbeit.de
Museum der Arbeit
Stiftung Historische Museen Hamburg
Wiesendamm 3
22305 Hamburg
T: 040-428133115

Auswahl: Aus den eingereichten Projektvorschlägen wählt eine Jury 20 Vorhaben für die Shortlist aus. Deren Arbeiten werden ausgedruckt und kommen in die Endauswahl; gegebenenfalls werden die Bewerberinnen und Bewerber der Shortlist zu diesem Zeitpunkt (Dezember) um die Zusendung von Publikationen ihrer Arbeiten gebeten. Die Endauswahl der Jury erfolgt im Januar. Alle Bewerberinnen und Bewerber der Shortlist erhalten dann Bescheid.

Das Urteil der Jury ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Stipendienzeit: Die Stipendienzeit beginnt mit der Verkündung der Juryentscheidung Ende Januar und läuft bis zum Juli. Die Stipendiatin/Stipendiat soll sich mehrere Wochen in Hamburg aufhalten, um ihr bzw. sein Projekt zu realisieren. Mitte Juli soll die Arbeit in Form von 20-25 Arbeitsprints (20 x 30cm) und als Bilddateien (jpg, lange Seite 2500 px, maximale Qualität) vorgelegt werden. Die Jury akzeptiert alle Techniken der Bildgebung und Bildgestaltung, sofern sie zur Verdichtung der inhaltlichen Aussage angewendet werden.

Die Ergebnisse werden auf der Webseite und in Form einer gedruckten Broschüre präsentiert. Nach fünf Jahren (2024) werden die ersten fünf Serien in einer Gruppenausstellung gezeigt.


Rechte
Mit der Bewerbung versichern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie die Autoren der eingereichten Arbeiten sind und frei über sie verfügen dürfen. Auch die in Hamburg anzufertigenden Arbeiten müssen frei von Rechten Dritter sein.

Nutzungsrechte an den Ergebnissen des Stipendiums
Die Veranstalter SHMH und BSW sind berechtigt, die angefertigten Ergebnisse des Stipendiums für Veröffentlichungen im Kontext des Georg Koppmann Preises honorarfrei zu nutzen, insbesondere zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit (PR, Print, Webseiten, Social Media etc.), für Präsentationen und Veranstaltungen (z. B. Ausstellungen) in fremden und eigenen Räumen sowie für Publikationen (Broschüre, Ausstellungskatalog). Mit der Bewerbung versichern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem, dass sie die Datenschutzerklärung zur Bewerbung zur Kenntnis genommen haben und akzeptieren. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter der SHMH und der BSW, direkte Familienangehörige der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter sowie die Jury-Mitglieder und ihre direkten Familienangehörigen.

Vom Fotowettbewerb können ferner Personen ausgeschlossen werden, die gegen diese Teilnahmebedingungen verstoßen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein Einreicher unwahre Personenangaben macht oder sich durch Manipulation Vorteile verschafft. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Preise aberkannt und zurückgefordert werden.

Der Veranstalter behält sich das Recht vor, alle Bilder zurückzuweisen, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen.

Die Ergebnisse werden auf der Webseite und in Form einer gedruckten Broschüre präsentiert. Nach fünf Jahren (2024) werden die ersten fünf Serien in einer Gruppenausstellung gezeigt.