
Die jüdische Geschichte Hamburgs reicht über 400 Jahre zurück. Sie ist seit Beginn geprägt durch kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt. Von dieser Pluralität zeugen im Hamburger Stadtbild unter anderem der sephardisch-aschkenasische Friedhof an der Altonaer Königstraße oder die Ruine des weltweit ersten Tempels des Reformjudentums in der Neustadt. Jüdische Lebenswelten wurden in den einst selbstständigen Städten Altona und Hamburg durch unterschiedliche Gesetzgebungen bestimmt. Sie zeugen von Selbstbehauptung, Kampf um Bürgerrechte und den Umgang mit der nichtjüdischen Gesellschaft. Auch der Hafen und seine Handelsmöglichkeiten waren wichtige Faktoren im Leben der Hamburger Jüdinnen und Juden. Aber wie und wo wird diese besondere jüdische Geschichte Hamburgs erzählt?
In der Ausstellung „Wegmarken jüdischer Geschichte. Ein Projektraum für Hamburg“ wird anhand von 14 ausgewählte Daten in komprimierter Form von verschiedenen Aspekten der über vierhundert Jahre zurückreichenden Geschichte von 1611 bis 2024 erzählt. Im Mittelpunkt des Projektraums steht die Diskussion über ein Jüdisches Museum für Hamburg, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts geführt wird und seit 2024 wieder aktuell geworden ist. Seit 130 Jahren haben jüdisches und nichtjüdisches Engagement Sammlungen und Ausstellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und an verschiedenen Orten initiiert. Der Projektraum im Altonaer Museum bildet eine Plattform, über die Themen- und Fragestellungen zu reflektieren, die in einem zukünftigen Jüdischen Museum in Hamburg dargestellt werden sollen.
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