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Ahoobaa Den Ahninnen und Ahnen gewidmet

22.06. – 31.12.2017

Eine Maske, gehalt in Rot, Schwarz und Weiß. Sie hat zwei spitze Hörner auf dem Kopf, angebracht an der Maske ist ein Umhang aus Sackleinen.
Eine runde Maske mit zwei Ohren und einem Löffel, der vertikal angebracht das Gesicht darstellt.
Joe Sam-Essandoh, AHOOBAA, Foto Sankofa Altona

Der ghanaische Künstler Joe Sam-Essandoh zeigt Maskenobjekte aus verworfenen Materialien, die er zum Leben erweckt. Seine Assemblagen sind zusammengefügt aus gebrauchten und verschlissenen Fundstücken. Auf die geraubten Bodenschätze und auf die Zwangsarbeit auf den Plantagen Afrikas verweisen goldene und blecherne Versatzstücke sowie Palmkern, Kaffee- und Kakaobohne. Die Objekte werden als Intervention im Dauerausstellungsbereich zur Handelsschifffahrt präsentiert und als erster Schritt einer anstehenden Neukonzeption verstanden, in der Themen wie der Handel mit versklavten Menschen thematisiert werden sollen. 2017 jährt sich zum hundertsten Mal der Verkauf der drei dänischen Jungferninseln an die USA. Die drei US-Virgin Islands, Dänemark und die USA begehen das Ereignis mit zahlreichen Beiträgen. Die Rauminstallation im Altonaer Museum findet im Rahmen der Hamburger Gedenkveranstaltungen „Sankofa – Altona in der Karibik“ statt. An verschiedenen Orten (im Stadtteilarchiv Ottensen, Kunsthaus Hamburg, Buchhandlung Christiansen, 3001 Kino und Stadtteilschule Eidelstedt) wird die 100-jährige Erinnerung zum Anlass genommen, den globalen Versklavungshandel zu debattieren.

Ein Mann hält eine runde Maske hoch. Sie ist mit Naturmaterialien verziert und hat ein Horn auf dem Kopf.
Joe Sam-Essandoh, AHOOBAA, Foto Sankofa Altona
Eine Maske aus verschiedenen Materialien, gehalten in Braun, Weiß, Schwarz und Orange.
Joe Sam-Essandoh, AHOOBAA, Foto Sankofa Altona