
Ich komme aus einer Kleinstadt in Bayern. Dort, wo sich alle kannten und wo Anders-Sein sehr stark abgelehnt wurde. Als ich mit meinem Freund zusammen nach Hamburg gezogen bin, hat sich so Vieles verändert. Weit entfernt vom alten Zuhause, alten Freund*innen und alten Gewohnheiten. Weit entfernt von meiner Familie. Ich habe herausgefunden, dass ich ADS und evtl. auch ASS habe. Dass ich bisexuell bin und genderfluide. Dass ich mich mein Leben lang maskieren musste, weil einzigartig zu sein in der Kleinstadt nicht gerne gesehen wurde. Ich habe Freund*innen, die mich akzeptieren und lieben, wie ich bin. Ich entfalte mich künstlerisch. Hamburg hat so Vieles möglich gemacht, und ich bin einfach froh, in einer so schönen Stadt leben zu können.
Viele Perspektiven von Menschen der Hamburger Stadtgesellschaft finden sich im Museum für Hamburgische Geschichte (MHG) bislang nicht wieder. Wir wollen dies mit dem Stadtteilprojekt ändern.
Mithilfe von Beteiligungsformaten – das können digitale Formate, aber auch mobile Anker oder Treffpunkte an öffentlichen Orten in den verschiedenen Stadtteilen sein – möchten wir Hamburger*innen ermutigen, ihre Lebenswirklichkeiten zu teilen.
Während seiner baulichen und inhaltlichen Modernisierung lädt das MHG Menschen dazu ein, ihre Geschichten zu erzählen, damit einige davon langfristig Eingang in die Sammlungen und Ausstellungen finden können.
Wir laden Dich ein, Deine Geschichte mit uns zu teilen. Ob kurz, lang, ernst oder humorvoll – alles ist willkommen. Was verbindet Dich mit Hamburg? Was hat Dich hierher geführt? Was hält Dich hier? Wo ist Dein Hamburg? Teile gerne etwas über Dein Leben und Deinen Alltag in der Stadt oder in Deinem Stadtteil, Deine Wünsche und Hoffnungen für Hamburg.