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1941 - Deportationen Wegmarken Jüdischer Geschichte

Die fettgedruckten roten Zahlen 1941 sind auf einem schlichten weißen Hintergrund zentriert.

Die systematischen Deportationen aus Hamburg begannen im Oktober 1941. Zu diesem Zeitpunkt hatte die jüdische Gemeinde noch 7.547 Mitglieder. Sie durften weder ausreisen noch über ihr verbliebenes Eigentum oder ihren Wohnort bestimmen. 5.848 Jüdinnen und Juden wurden von Hamburg aus in 17 Transporten in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Die Gesamtzahl der ermordeten jüdischen Hamburger*innen wird auf 10.000 geschätzt. Bis heute sind nicht alle ihre Namen bekannt. Die jüdische Gemeinde wurde zunehmend als Verwaltungsapparat der NS-Behörden missbraucht. Sie war gezwungen, an der Vorbereitung und Durchführung der Deportationen mitzuwirken. Dazu zählte die Einrichtung sogenannter Judenhäuser als Zwangsunterkünfte und die Umsetzung immer strengerer Vorschriften. Gleichzeitig kümmerte sie sich um die Versorgung verarmter Mitglieder und ermöglichte religiöses Leben.

 

Eine Schwarz-Weiß-Skizze zeigt zwei bewaffnete Wachleute, die einer großen Gruppe von Menschen in einem gewölbten, geschlossenen Raum gegenüberstehen. Die Menschen wirken ängstlich und stehen dicht beieinander in der Nähe von Gepäckstapeln auf der rechten Seite.
Ankunft in Theresienstadt, Federzeichnung von Max Weiss um 1949, Reproduktion, Bild: SHMH, Altonaer Museum

Audio-Station Brief von Ida Dehmel an ihre Freundin Marie Stern in Bad Schwalbach