Die Dreigemeinde Aschkenasische Gemeinden gründeten sich im 17. Jahrhundert in Altona, Wandsbek, Hamburg und Harburg. Die aschkenasischen Gemeinden in Altona und Wandsbek schlossen sich 1671 mit der aschkenasischen Gemeinde Hamburgs zur sogenannten Dreigemeinde zusammen. Die portugiesischen Gemeinden hatten sich bereits 1652 zur Einheitsgemeinde Bet Israel zusammengeschlossen. Dem vorausgegangen waren Bemühungen der neu entstandenen Hamburger Gemeinde, sich von Altona zu lösen. Ein eigener Friedhof in Ottensen sollte für die Autonomie der Gemeinde sorgen. Im Streit der beiden Gemeinden vermittelte der Frankfurter Oberrabbiner. Die Hamburger Gemeinde wurde als eigenständig anerkannt, aber dem Altonaer Rabbinat unterstellt. Altona stellte die größte Gemeinde und war nun das Zentrum der Dreigemeinde. Anders als Hamburg durfte in Altona ein Rabbinatsgericht tagen. Das Altonaer Rabbinat genoss in ganz Europa einen guten Ruf.
